Kontemplation

Das Werk spielt mit Wahrnehmung, Raum und innerem Dialog. Eine schwarze Katze sitzt still im leeren Raum – weiße Ziegelwand, Holzboden, fertig ist die asketische Bühne. Nur der hellblaue Rahmen bringt Farbe ins Spiel und flüstert: „Keine Sorge, hier darf auch gedacht werden.“
Raum und Stimmung
Die Katze starrt auf die Wand, als überlege sie, ob sie jemals einen Durchbruch wagt oder einfach Zen-Meisterin bleibt. Der Raum wirkt leer, aber nicht belanglos – eher wie ein stilles Wartezimmer des Geistes. Die Wand steht für Hindernisse, der Rahmen für Möglichkeiten. Dazwischen: viel Platz für unsere eigenen Gedanken, Träume oder den Einkaufszettel von gestern.
Philosophie mit Fell
Der Titel sagt’s schon: Es geht ums Nachdenken ohne Zweck – so wie Katzen manchmal stundenlang ins Nichts schauen. Die Wand wird zur Tabula Rasa: eine Projektionsfläche, auf die wir alles werfen können – Existenzfragen, Sehnsüchte oder schlicht die Frage: „Wann gibt’s endlich Futter?“
Psychologischer Blick
Die Katze mit dem Rücken zum Publikum zwingt uns, die Dinge aus ihrer Sicht zu sehen. Was verbirgt sich hinter der Wand? Vielleicht unsere Ängste, vielleicht die nächste Erleuchtung. Der blaue Rahmen deutet an: Es gibt mehr als die Begrenzung vor unserer Nase.
Fazit
„Kontemplation“ ist wie ein stilles Augenzwinkern: ein Bild, das uns auffordert, kurz Pause zu machen, die eigene Wahrnehmung zu prüfen – und vielleicht zu merken, dass selbst in der größten Leere eine Katze sitzt, die alles schon viel gelassener sieht.